Bikers’ Classics 2010: Die Scheinwerfer auf die Seitenwagen!
Bikers' Classics - Bikers Leidenschaft
Ein herzliches Willkommen euch allen.
Seit mittlerweile vielen Jahren hat die Leidenschaft für klassische Rennmotorräder ungeahnte Höhen erreicht. Und jeder möchte die wunderbare Ära der großen Champions aus vergangenen Tagen fühlen – eine Ära, die bestimmt war von großen Gefühlen, Freud und Leid, unglaublichen Rennszenen und außergewöhnlichen Vorstellungen der „Artisten“ auf zwei und drei Rädern.
Die Veranstaltung „The Bikers‘ Classics“ wird nun schon ihre siebente Auflage erleben. Der von den belgischen Organisatoren von 2003 bis heute zurückgelegte Weg war nicht immer leicht. Ohne Zweifel war er aber erfolgreich, es ist wohl absolut realistisch, dass „The Bikers Classics“ mittlerweile eines der Ereignisse des klassischen Motorradrennsportes in Europa ist. Dank der großen Bemühungen, Investitionen und Einladungen einer großen Anzahl von Fahrern, die zu den Größten der Rennsportgeschichte gehören, ist die Veranstaltung nun zumindest auf Augenhöhe mit den bisher als beispielhaft geltenden britischen „Artgenossen“. Ohne Zweifel hat der Austragungort, die berühmte Ardennen-Rennstrecke von Spa-Francorchamps, eine besondere Bedeutung für die Anziehungskraft der Veranstaltung. Bereits 1921 wurden dort Motorradrennen gefahren, die 1930er Jahre wurden geprägt von solchen Ausnahmekönnern wie James Guthrie, Ted Mellors, „Schorsch“ Meier sowie Ewald Kluge. Und von 1949 bis 1990 – unterbrochen nur 1980 und 1987, als der belgische GP für einmal nach Zolder wechselte bzw. nicht ausgetragen wurde - kämpfte die absolute Weltelite in den Ardennen um Weltmeisterschaftspunkte.
Die Strecke wurde in den vielen Jahren zahlreichen Veränderungen unterzogen, damit gingen zwangsläufig auch solche Passagen wie die superschnelle Masta-Gerade für die Rennen verloren. Heute ist sie wesentlich kürzer geworden, aber welcher Enthusiast käme bei der Nennung solcher Begriffe wie „Eau Rouge“ oder „La Source“ nicht ins Schwärmen. Diese „Wahrzeichen“ sind auch dem aktuellen Kurs erhalten geblieben, und wer dieses Gefühls-Gemisch von Tradition und Gegenwart noch nicht erlebt hat – für echte Classic-Freunde ist Spa-Francorchamps ein absolutes MUSS! Und wann wäre es sinnvoller als zu „The Bikers‘ Classics“!?!?! Die Atmosphäre der Veranstaltung wird zum einen bestimmt durch die Asse der Vergangenheit. Zum anderen sind es aber auch die mehr als 600 Rennbegeisterten, die alljährlich ihre erstklassig restaurierten und vorbereiteten Rennmotorräder präsentieren.
Jedes Jahr steht unter einem besonderen Motto. War die Veranstaltung 2008 dem Lebenswerk von John Surtees gewidmet, so werden im aktuellen Jahr 2009 sogar zwei Ereignisse im Fokus stehen.
Zum einen wird vom 19.-21.Juni an die von 1977-1979 durchgeführte 750-ccm-Weltmeisterschaft (von 1973-76 noch als FIM-Cup ausgetragen) erinnert. 30 Jahre sind ins Land gegangen, aber es wird ein riesiges Erlebnis sein, die Großen dieser Klasse und ihre berühmten Motorräder zu bewundern. Als Beispiel auf der Maschinenseite soll hier „nur“ die damals absolut dominierende Yamaha OW 31 stehen. Yamaha gewann alle drei Weltmeister-Titel durch Steve Baker, Johnny Cecotto und den leider am 12. August 1980 in Silverstone tödlich verunglückten Patrick Pons. Im FIM-Cup hießen die Sieger Barry Sheene (1973/Suzuki), John Dodds (1974/Yamaha), Jack Findlay (1975/Yamaha) und Victor Palomo (1976/Yamaha).
Ganz besonders wird „The Bikers‘ Classics“ 2009 aber auch einem Mann gewidmet werden, dem es als einzigem Motorradrennfahrer der Geschichte gelang, Weltmeisterschaftspunkte in allen zu seiner Zeit aktuellen Klassen zu gewinnen – Luigi Taveri. Ihn hier vorzustellen, hieße die berühmten „Eulen nach Athen“ tragen zu wollen. Trotzdem soll seine ungemein erfolgreiche „Ehe“ mit Honda genannt werden – drei Weltmeistertitel in der 125-ccm-Klasse gingen daraus hervor. Der ungemein sympathische Schweizer – am 19.September wird er 80 Jahre „jung - präsentiert im Rahmen von „The Bikers‘ Classics“ die breite Palette der von ihm in mehr als 15 Jahren sehr erfolgreich gefahrenen Maschinen. MV Agusta, MZ, Honda – das sind „nur“ Beispiele.
Zwei Großereignisse in einer Veranstaltung, verbunden mit Paraden der Asse und der Präsentation einer Großzahl sehr, sehr interessanter Motorräder – und das alles „gewürzt“ mit dem Flair von Spa-Francorchamps! Enthusiastenherz, was willst Du mehr!?!


















