Bikers Classics war wieder ein voller Erfolg
Eine scheinbar endlose Liste von Meistern, eine perfekte Rennstrecke von Spa-Francorchamps, ein begeistertes Publikum und viel Sonne – das waren wieder die Hauptbestandteile einer erneut großartigen Veranstaltung „The Bikers Classics“.
Alle Weltmeister, die das Kommen zugesagt hatten, hielten ihr Versprechen auch ein und waren vom 11.-13. Juni anwesend. Sie alle – einschließlich des 15-fachen Weltmeisters Giacomo Agostini, waren glücklich darüber, wieder auf der legendären Rennstrecke fahren zu können. Und sie trafen auf eine große Anzahl von Enthusiasten, die sehr, sehr viele Fragen hatten und glücklich darüber waren, sich mit den großen Helden der Vergangenheit fotografieren zu lassen.
Natürlich waren die seit deren aktiver Zeit vergangenen Jahre nicht spurlos an den Fahrern vorübergegangen, aber auf der Rennstrecke drehten sie mit jugendlichem Überschwang und Enthusiasmus ihre Runden – ein Zeichen dafür, dass die Zeit offenbar stillgestanden hat! Zum ersten Mal an „The Bikers Classics“ teilnehmend, unterhielt Marco Lucchinelli die Besuchermenge und seine früheren Rivalen mit seinen Späßen, und so wie früher rauchte er eine „kurze Zigarette, bevor er auf eine der Suzuki-Maschinen von Steve Wheatman stieg. „Es ist wie früher“ schmunzelte Lucky, „ich genieße das Ganze sehr. Die gesamte Atmosphäre ist so herrlich locker, und das liebe ich“. Der dreifache 125-ccm-Weltmeister Pierpaolo Bianchi wollte sich unbedingt mit einem Idol seiner Jugend, dem vierfachen Weltmeister Hugh Anderson, fotografieren lassen. Hugh war extra für „The Bikers Classics“ erstmals seit 1998 wieder nach Europa gekommen. Und auf der Rennstrecke lieferten sich auch Steve Baker und Christian Sarron – mittlerweile „Stammgäste“ in den Ardennen – einen sehenswerten Kampf.
In einem eigens dafür präparierten großen Zelt signierten solche Weltmeister wie Giacomo Agostini, Jim Redman, Phil Read, Rodney Gould, Dieter Braun, Jan de Vries, Hugh Anderson und Pierpaolo Bianchi unzählige Fotos, Bücher und Jacken der geduldig wartenden Fans, die an beiden Tagen lange Schlangen gebildet hatten. Wie immer – das Fahrerlager von Spa-Francorchamps verwandelte sich in eine große „Wiedervereinigungs-Party“.
Alle Besucher brachten ihre Wertschätzung für die Fahrer zum Ausdruck, und auch den einstigen Größen der Gespannklasse wurde ein sehr herzlicher Empfang zuteil. Überhaupt galt der Seitenwagenklasse – heute leider nicht mehr so im Fokus des Interesses – 2010 ein Hauptaugenmerk in Spa. In einem weiteren großen Zelt war legendäre Maschinen aus der großen Zeit dieser Kategorie zu bewundern. Aber es war nicht nur die maschinelle Seite, die hervorragend besetzt war; auch die „Piloten“ und deren „Passagiere waren durch ein Klassefeld repräsentiert. Als sich zum Beispiel die „alten“ Rivalen und Weltmeister Steve Webster, Alain Michel und Egbert Streuer wiedertrafen, da gab es so unendlich vieles zu erzählen und große Erinnerungen aufzufrischen. Auch der Veteran Stanley Dibben – 1953 im „Boot von Eric Oliver Weltmeister und außerdem mit seinem Schwiegervater Cyril Smith erfolgreich gewesen – genoss die Beachtung, wie es auch Max Deubel, Rolf Steinhausen, Ralf Engelhardt und der legendäre Tuner Dieter Busch taten. Im Mittelpunkt des Interesses stand außerdem auch das äußerst populäre britische Gespann-Paar Derek Jones und Brian Ayres. Nach vielen „Basteleien“ hatten sie ihr Gespann doch noch zum Laufen gebracht und wurden entsprechend bejubelt.
Während der drei Tage fanden viele Aktivitäten in einem gleichzeitig ruhigen wie auch zügigen Rhythmus statt. Vor allem für die Journalisten und Fotografen war dabei der Einsatz von FIAT-Transportern von Bedeutung, mit denen das Erreichen von unterschiedlichsten Punkten in kürzester Zeit möglich war.
Wie immer in all den Jahren, so nutzte diesmal auch wieder eine große Schar von Amateur-Rennfahrern aus ganz Europa die Möglichkeit der Teilnahme an „The Bikers Classics“. Und auch sie boten der Zuschauermenge ein großartiges Schauspiel, denn sie brachten eine breite Palette wunderbar restaurierter Fahrzeuge an den Start. Und nach dem Late Night-Konzert von „Classic 21“ versammelten sich die Besitzer der Moto Guzzi-Maschinen in ihrem eigenen „Moto Guzzi-Dorf, von dem aus sie eine beeindruckende Parade auf der Rennstrecke durchführten.
Und auch die Teilnehmer am mittlerweile auch schon traditionellen Langstreckenrennen der „Klassischen 4 Stunden von Spa“ boten mit ihren Maschinen, die alle aus der Zeit von vor 1980 stammen, ein großartiges Ereignis.
Das Fazit der Veranstaltung fällt wiederum glänzend aus – sie war in allen ihren Teilen ein großer Erfolg. Und alle – Fahrer, Enthusiasten und Anhänger – freuen sich schon heute auf Ausgabe Nummer 9 von „The Bikers Classics“. 2011 sehen wir uns alle wieder!!

















