Roberts-Suzuki RGV: das stärkste Motorrad in "The Bikers Classics"
Der britische Suzuki-Sammler Steve Wheatman plant, erneut mit einer exklusiven Auswahl von Suzuki-Werksmaschinen Anfang Juli nach Spa-Francorchamps zu kommen.
Der britische Suzuki-Sammler Steve Wheatman plant, erneut mit einer exklusiven Auswahl von Suzuki-Werksmaschinen Anfang Juli nach Spa-Francorchamps zu kommen. Wheatmans aktuellste "Trophäe" ist die RGV 500, auf der Kenny Roberts jun. 1999 vier Grand Prix gewann und Vizeweltmeister wurde. Dieser an sich schon großartige Erfolg wird noch dadurch aufgewertet, wenn man das Leistungsdefizit seiner Maschine gegenüber der Repsol-Honda des damaligen Weltmeisters Alex Criville und den Marlboro-Yamahas von Massimilano Biaggi und Carlos Checa in Betracht zieht. In Spa aber wird die RGV mit ihren 190 PS das stärkste Motorrad sein.
"Kenny liebt diese Maschine, gewann er doch auf ihr in Malaysia 1999 seinen ersten Grand Prix überhaupt. Aber letztendlich entschied er, sie zu verkaufen. Mit einem weinenden Auge und einer Summe Geld in der Hand" sagte ein glücklicher Steve Wheatman. Wheatman plant, sechs Suzukis aus seiner Sammlung zu "The Bikers Classics" mitzubringen. Kennys RGV wird die einzige V4 sein.
Steve Wheatman besitzt die größte Privatsammlung an Suzuki-Rennmaschinen - eine V4 stand lange Zeit nur auf seiner Wunschliste. "Diese Maschinen sind sehr, sehr schwer zu bekommen. weil die Firma in Japan sie nicht verkauft" weiß Wheatman. "Glücklicherweise war es mir möglich, den Kauf über Kenny direkt zu tätigen". Die Maschine, mit der Kenny Roberts jun. dann 2000 eine siebenjährige Suzuki-"Durststrecke" beendete und Weltmeister wurde, ist aber unverkäuflich. Es erinnert den Mann, der die Einmaligkeit, dass Vater (Kenny Roberts sen. 1978-80) und Sohn Weltmeister wurden, Realität werden ließ, für immer an seinen größten Erfolg. Seit 2000 blieb Suzuki ohne Titelgewinn.
Roberts wechselte aus seines Vater Modenas-Team - der 6. Rang auf dem Sachsenring 1998 war dort seine beste Platzierung - in das Suzuki-Werksteam. Sehr wichtig dabei, dass er seinen Cheftechniker Warren Willing mitnahm. Willing, Australier und zu Zeiten Gregg Hansfords selbst ein sehr guter Rennfahrer, machte aus der Suzuki ein absolut konkurrenzfähiges, 2000 sogar dominierendes Motorrad. Kenny distanzierte damals den noch im Aufgehen befindlichen Stern Valentino Rossi um fast 50 Punkte!!
In Spa-Francorchamps wird das Motorrad von Sean Emmett gefahren werden. Für den früheren britischen Rennfahrer wird es der erste Kontakt mit der Ardennenstrecke sein, er verfügt aber über fundierte Zweitakt-Erfahrungen. So ersetzte er 1994, als er grundsätzlich Yamaha-Privatfahrer war, für einige Rennen den verletzten Kevin Schwantz im Lucky-Strike-Suzuki-Team. "So wird Sean auch in Spa mit den 190 PS gut umgehen " ist sich Steve Wheatman sicher.














