„The Bikers Classics“ – schon ein Klassiker

Ein herzliches Willkommen euch allen.

Vor nun mittlerweile schon 20 Jahren wurde die berühmte Rennstrecke von Spa-Francorchamps aus dem Kalender der Motorrad-Weltmeisterschaft gestrichen. Das war grundsätzlich eine Schande, aber für alle, die Geschwindigkeit, Motorenklänge und nostalgische Gefühle lieben, wird es ein erneutes großartiges Comeback geben. Und die diesjährige, mittlerweile schon achte Ausgabe von „Bikers Classics“ wird mit Sicherheit vom 11. bis 13. Juni wieder eine große Zahl von Enthusiasten des klassischen Rennsports in die belgischen Ardennen locken.

„Die Vergangenheit ist unsere Zukunft“ – das ist das Motto der Organisatoren des Ereignisses. Sie halten die Vergangenheit in Ehren und die Erinnerungen daran am Leben. Die traditionsreiche Strecke von Spa-Francorchamps ist dabei der ideale Ort für all die Helden vergangener Tage, um mit ihren legendären Rennmaschinen ins Rampenlicht zurückzukehren. „The Bikers Classics“ zieht nicht nur Tausende von Zuschauern an, nein - auch die Fahrer werden immer wieder in den Bann dieses aus einer Mischung von Charme und Gefahr bestehenden Ortes gezogen.
Der 15-fache Weltmeister Giacomo Agostini beherrschte auf MV Agusta-Motorrädern die 500-ccm-Klasse von 1966 bis 1973, und der italienische „Maestro“ wird auch im Juni 2010 ein vielbeschäftigter Mann sein. Für ihn werden sowohl je eine 350er und 500er Yamaha als auch eine 500-ccm-Dreizylinder MV Agusta bereitstehen.

Die diesjährige Startliste ist wiederum hochkarätig. Solche Fahrer wie die holländischen 50-ccm-Weltmeister Jan de Vries und Henk van Kessel, die Honda-Teamkollegen der 1960er Jahre und mehrfachen Weltmeister Jim Redman und Luigi Taveri, der 250-ccm-Titelträger von 1983 und 1986, Carlos Lavado aus Venezuela sowie der absolut erste US-amerikanische Weltmeister Steve Baker bilden dabei „nur die Spitze des Eisberges“. Mit Stolz können die Organisatoren beispielsweise die Teilnahme des Neuseeländers Hugh Anderson, von 1963 bis 1965 vierfacher Weltmeister auf Suzuki, und des Nordiren Tommy Robb vermelden. Beide werden zum ersten Mal seit Assen 1998 an einem kontinental-europäischen Ereignis teilnehmen. Dass sie dabei als Gastfahrer in Ferry Brouwers „Yamaha Classic Racing Team“ starten, garantiert die Kombination von Erstklassigkeit aus dem technischen und dem fahrerischen Sektor.
Der britische Liebhaber schneller Motorräder, Steve Wheatman, wird eine „Flotte“ von wundervollen ehemaligen Werks-Suzukis für den Holländer Will Hartog – Spa-Sieger von 1978, dessen Landsmann Boet van Dulmen sowie wahrscheinlich auch für den Italiener Marco Lucchinelli bereitstellen. 1981, als Letztgenannter Weltmeister wurde, führte er eine solche Maschine auch in Spa zum Sieg.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt diesmal auf der Seitenwagenklasse. Schon allein die Teilnahme der früheren Weltmeister Steve Webster, Steve Abbott, Egbert Streuer, Alain Michel, Rolf Steinhausen, Klaus Enders und Max Deubel garantiert beispielloses Flair. Dass es den Veranstaltern zudem noch gelungen ist, Rolf Biland für die Teilnahme zu gewinnen, ist ein zusätzlicher Höhepunkt. Viele der genannten Fahrer werden wiedervereint sein mit ihren BMW-, König-, Krauser- und Yamaha-Gespannen. Und um die technische Betreuung muss ihnen nicht bange sein, sind doch die Schweizer Louis Christen und Charles auf der Maur präsent. Die Anwesenheit all der Meisterfahrer und ihrer Maschinen an einem der legendärsten Plätze der Motorradsportgeschichte garantieren schon jetzt den Erfolg der Veranstaltung – ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte.

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